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Gedanken zum Apostolischen Glaubensbekenntnis

Wie glauben Sie’s im „Allgemeinen“?

In Bad Meinberg gibt es immer wieder Gäste im Gottesdienst, die aus unterschiedlich geprägten Gemeinden und Landeskirchen kommen. Spätestens beim Glaubensbekenntnis fällt dies auf, wenn bei der „heiligen (allgemeinen) christlichen Kirche" nach der „heiligen" von den einen das „allgemeine" und den anderen das „christliche" gleichzeitig gesprochen wird.
Dies hat uns im Kirchenvorstand immer mal wieder beschäftigt, wie auch immer wir uns entscheiden, es wird weiterhin in unserer Kirche beides zu hören sein. Tradition ist in unserer Gottesdienstordnung das Bekenntnis zur heiligen, allgemeinen, christlichen Kirche.
Maik Fleck aus Horn hat dazu theologisch „angedacht":

Ich glaube an die heilige, allgemeine, christliche Kirche
Manchmal geraten wir im Gottesdienst beim Glaubensbekenntnis ins Stolpern, wenn wir sprechen: „die heilige, allgemeine, christliche Kirche". Vor etwa 30 Jahren (vermute ich) ist das Wort „allgemein" in Horn aus dem Glaubensbekenntnis gestrichen worden, 2011 hat der Kirchenvorstand es wieder eingeführt.
Was hat es mit diesem Wörtchen auf sich, dass es mal aus dem Glaubensbekenntnis verschwindet und mal wieder drin ist. Nun, zunächst ist es nur die deutsche Übersetzung des griechischen Wortes „katholisch". In der reformierten Tradition war es einfach übersetzt worden, in der lutherischen gestrichen. Als man vor 30 Jahren reformiert und lutherisch, also die beiden großen evangelischen Konfessionen, sich näherkam, hat man auf reformierter Seite das „allgemein" fallen gelassen. Es war ein Zeichen der Verbundenheit unter evangelischen Christen.
Es nun wieder zu sprechen bedeutet nicht, dass man etwas gegen andere evangelische Christen hat. Es wieder zu sprechen bedeutet, dass man bemerkt hat, dass die Kirche viel größer ist als die evangelische. „Allgemein" heißt: Wir sehen uns als Teil der großen und ganzen Kirche durch alle Zeit und in den Konfessionen. „Allgemein" heißt auch: Wir sind eine grundsätzlich offene Kirche, die nicht davon lebt, andere auszuschließen. Das „Allgemein" zeigt auf den weiten Horizont, in dem wir als Gemeinde leben.
Und darum finde ich es gut, dass das Wörtlein wieder da ist und uns beim Sprechen und beim Stolpern über dies Wort erinnert: Wir gehören dazu, zum großen Reich Gottes mit seinem weiten Horizont.
Maik Fleck

Heike Stijohann
Juni-Ausgabe des Gemeindebriefes 2013

Ich glaube, dass Gott wie ein guter Vater ist,
Gott ist königlich,

Ich glaube, dass Gott
Himmel und Erde gemacht hat.

Jesus Christus ist ein ganz normaler, echter Sohn von Gott,
Er ist wie ein Boss.

Maria ist von Gottes Geist schwanger geworden.

Unter Pontius Pilatus,
dem damaligen Statthalter, ist Jesus gestorben.

Ich glaube, dass er als Verbrecher hingerichtet wurde, dann daran gestorben ist,
und anschließend begraben wurde.

Er ist wirklich zu den Toten gekommen.

Ich glaube, dass er wirklich von den Toten
wieder zum Leben gekommen
und dann in den Himmel gegangen ist.

Jesus ist wie Gottes rechte Hand.

Ich glaube, dass er wiederkommt
und dann wird er alle gerecht und gut machen.

Ich glaube, dass Gott uns wie eine weiße Taube
zur Seite steht und immer bei uns ist.

Alle Menschen, die zur Kirche gehören, sind heilig und etwas Besonderes.

Menschen machen Fehler
und sie bekommen keine Strafe.
Jesus starb und lebte dann wieder
für immer im Himmel. Wir auch.

Glaubensbekenntnis der Konfirmanden 2013