7.    Zusammenarbeit mit Eltern

7.1. Grundsätze der Erziehungs- und     Bildungspartnerschaft

Im Mittelpunkt der Beratungs-, Begleitungs- und Unterstützungsangebote für Eltern stehen das Kind und seine Entwicklung. Bei diesen Angeboten gilt immer der Grundsatz der Partnerschaftlichkeit. Die pädagogischen Fachkräfte legen ihr Hauptaugenmerk auf den regelmäßigen Austausch von Informationen und Einschätzungen über die Entwicklung der Kinder sowie auf die Beratung der Eltern zu Fragen „rund ums Kind“.
Auf dieser Basis wird die pädagogische Arbeit mit den Kindern gestärkt und unterstützt. Um eine respektvolle und offene Atmosphäre zu schaffen, sind uns folgende Aspekte wichtig:

  • gegenseitiges Verständnis
  • Hilfsbereitschaft
  • gegenseitige Akzeptanz
  • freundliches Miteinander
  • gegenseitiges Vertrauen
  • Ehrlichkeit
  • Offenheit
  • Toleranz

Das Aufnahmegespräch und die kontinuierliche Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten ist eine wichtige Grundlage für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Eltern. Dieser Austausch sichert einen Einblick z.B. in die individuellen Essen- und Schlafgewohnheiten, den bisherigen Tagesablauf, aber auch Wissenswertes über Vorlieben, Abneigungen und andere Themen, die dafür sorgen, dass sich nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern hier wohl fühlen.
Besonders in der Gruppe mit Kindern unter 3 Jahren ist die Zusammenarbeit mit den Eltern ein Schwerpunkt. Die Eltern werden als Experten ihrer Kinder ernst genommen und gemeinsam mit den Erzieherinnen sorgen sie dafür, dass es ihrem Kind in der Einrichtung gut geht und es Vertrauen fassen kann. Dazu gehört unter anderem der Austausch über Erlebnisse und Beobachtungen im Alltag der Einrichtung oder zuhause.

7.2. Partizipation der Eltern  

Die evangelische Tageseinrichtung für Kinder versteht sich mit ihrem Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsauftrag als Partner für Eltern und Familien. Umfassende Informationen über die Arbeit und eine gegenseitige Bereitschaft zu einem offenen Gespräch sind die Grundlage für einen partnerschaftlichen Umgang miteinander, der auch Beschwerden und Kritik als Bereicherung sieht und die sich daraus ergebenden Chancen nutzt.
Zu Beginn des Kindertagesstättenjahres werden die Elternvertreter der einzelnen Gruppen gewählt. Diese sind das Bindeglied zwischen Eltern, pädagogischen Mitarbeiterinnen und Träger. Sie nehmen an Besprechungen und Planungen für Feste und Feiern teil, werden über aktuelle Themen aus der Kindertagesstättenarbeit informiert und bei wichtigen Entscheidungen mit einbezogen.

7.3. Formen der Zusammenarbeit

Um den Eltern einen Einblick in die pädagogische Arbeit zu geben, finden sich die unterschiedlichsten Dokumentationen und Informationen im Eingangs- oder Gruppenbereich jeder Gruppe. Außerdem werden umfassende Informationen über die Arbeit, Projekte oder besondere Termine und Feste der Tageseinrichtung schriftlich an die Eltern weiter gegeben.
Die pädagogischen Fachkräfte tauschen sich regelmäßig mit den Eltern über die Bildungs- und Erziehungsziele ihres Kindes aus, stimmen gemeinsam die dafür geeigneten pädagogischen Angebote ab und entwickeln diese weiter. Bei Bedarf werden die Eltern auf Institutionen hingewiesen, die bei besonderen Fragestellungen der Entwicklung weiterhelfen können (z.B. Beratungsstellen, Logopäden, Ergotherapeuten, Frühförderstellen, SPZ (Sozialpädiatrische Zentrum). Dies geschieht entweder an den angebotenen Elternsprechtagen oder an einem individuell abgesprochenen Termin. In der Bring- und Abholzeit sind kurze Gespräche und ein Informationsaustausch möglich.
Die Tageseinrichtung bietet Eltern regelmäßig Möglichkeiten, sich mit anderen zu treffen und auszutauschen (z.B. Elternabende, Eltern-Kind-Aktionen, Feste und Feiern) und stellt ihnen dafür Räume zur Verfügung.

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