„Sejen“ habe ich noch mitbekommen.

Von Gisela Neese hatte ich ein nettes Briefchen bekommen, in dem sie mir eine Geschichte weitergegeben hat, um sie mit
Ihnen zu teilen:

Es war Mitte der 50er Jahre. Manchmal habe ich meine Oma zur Kirche begleitet. Wir haben uns eingehakt und sind von der Pfuhlstraße zuerst zur Burgstraße gegangen. Dort wohnte Omas Cousine Toni. Sie ist oft mit uns gegangen.

Manchmal war sie noch nicht fertig. Dann rief sie oben von der Treppe: “Anna, geh schon mal, ich komme.“ Ich glaube, sie kam auch meistens.
Einmal gingen wir von der Kirche nach Hause und meine Oma fragte: “Toni, wann bist du denn gekommen?“ Sie antwortete: „Anna, ich weiß es nicht genau, aber den „Sejen“ habe ich noch mitbekommen.“
Oma hat mir auch erzählt, dass schon mal jemand nach der Kirche zu ihr gesagt hat, die Schuhe wären immer so gut geputzt. Darauf legte sie großen Wert.

Sehr herzlichen Dank auch für diese Erinnerungen! Ich freue mich, wenn ich noch Weitere bekomme – ob sie schon lange her sind oder sich erst vor Kurzem zugetragen haben. Gerne können Sie damit auf mich zukommen!