Geschichten mit und aus der Horner Stadtkirche waren gesucht

Ein Set aus Stoff- und Gemüsebeutel mit dem Logo der Kirchengemeinde sollten, so hatte ich im letzten Gemeindebrief geschrieben, die besten Geschichten mit und aus der Horner Kirche gewinnen. Das erste Set geht an Erika Berghahn, die mir freundlicherweise von zwei Erlebnissen rund um eine Rundfunkübertragung eines Gottesdienstes aus Horn erzählt hat:

rundfunkaufnahme

Groß war natürlich die Aufregung, die sich damit verband. Schon frühzeitig waren die Gemeindeglieder gekommen, um rechtzeitig vor dem Gottesdienst ihre Plätze einzunehmen. Viele Ermahnungen gab es vonseiten der Verantwortlichen vom Rundfunk, natürlich vor allem die, sich besonders ruhig zu verhalten, keine lauten Geräusche zu verursachen. Ein genauer Ablaufplan war erstellt worden, weil alles auf die Minute passen musste.
Um sich an der Uhrzeit orientieren zu können, stellte damals Pfarrer Maik Fleck einen Wecker gut sichtbar in der Kirche auf.
Der Beginn der Übertragung wurde durch ein rotes Licht signalisiert. Alles war gespannt. Doch bevor der Gottesdienst richtig beginnen konnte, fiel zum Schrecken aller der aufgestellte Wecker laut polternd herunter und kullerte ein Stück gut hörbar über den Boden. Die ganze Gemeinde konnte sich das Lachen kaum verkneifen.
Doch ansonsten lief alles gut.
Bis das Ende der Übertragung fast gekommen war. Der Gottesdienst war schon zu Ende gegangen. Und alle warteten still und leise auf das Verlöschen der roten Lampe, die eben anzeigte, dass die Übertragung noch lief.
Ratlose Gesichter. Was war zu tun? Was konnte man noch tun?
Minuten danach ging die Tür auf, ein Rundfunkmitarbeiter kam herein und erklärte, dass leider vergessen wurde, das rote Licht auszuschalten, die Übertragung aber schon lange zu Ende sei. Da waren alle in der Kirche beruhigt.
So war das damals mit der Rundfunkübertragung aus der Horner Kirche….

Die kleine Reihe mit Geschichten mit und aus der Horner Kirche wird im nächsten Gemeindebrief fortgesetzt. Und dem Ehepaar Berghahn herzlichen Dank für diese schöne Geschichte und den netten Nachmittag bei Kaffee und Kuchen!
Pastor Matthias Zizelmann

Gemeindebrief Von Haus zu Haus
Gemeinde(er)leben
April-Mai 2020