Wir feiern Abendmahl, weil Jesus gesagt hat, dass wir es tun sollen: "Das tut zu meinem Gedächtnis!"


Dabei geht es darum, Jesu ganzes Leben in den Blick zu bekommen. Im Vordergrund stehen dabei die Mahlzeiten Jesu:
Er hat als jüdischer Mensch einmal wöchentlich Sabbat gefeiert - mit der Hoffnung, dass Gott die Schöpfung vollenden wird. Dabei hat er den Sabbat als Geschenk Gottes an die Menschen aufgefasst: "Der Sabbat ist für die Menschen gemacht!"
Er hat die jüdischen Feiertage gefeiert mit ihren Besonderheiten, z.B. Passah. In einigen Evangelien ist das letzte Mahl Jesu ein Passahmahl, bei dem an die Befreiung aus der Sklaverei in Ägypten erinnert wird.
Er wird koscher gegessen haben, nach den Regeln der hebräischen Bibel. Diese Regeln erinnern in Israel daran, dass Gott der Herr allen Lebens ist, auch der Herr der Küche. Und dass seine Liebe eben auch durch den Magen geht.

Und natürlich sind da die Geschichten Jesu, die ausdrücklich vom Essen erzählen: dass er beim Zöllner eingekehrt ist; dass er auf einer Hochzeit Wasser in Wein gewandelt hat; dass er mit einigen Broten und Fischen unzählig viele satt gemacht hat.