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Gemeinde Kirchen Horn-Bad Meinberg

Katholische Gemeinde Heilig Kreuz

Horn-Bad Meinberg

Schwesternstation

Schwestern vom Guten Hirten im Pastoralverbund Lippe-Süd

Unser Engagement

Zielgruppen unserer Arbeit in Deutschland und Europa sind Menschen, die in Gefahr stehen, aus dem gesellschaftlichen Dialog auszuscheiden und/oder zu Opfern geworden sind. Dazu zählen insbesondere:

  1. Frauen und Mädchen, die von Gewalt, Missachtung und sexueller Ausbeutung betroffen sind
  2. Kinder, die in lebensverhindernden Verhältnissen aufwachsen und unter Vernachlässigung, Misshandlung oder Missbrauch leiden
  3. Menschen mit einer geistig/seelischen Behinderung, die auf fördernde Unterstützung angewiesen sind
  4. alte Menschen, die vereinsamt und pflegebedürftig sind
  5. sterbende Menschen, die vor dem physischen schon den psychischen und sozialen Tod erleiden
  6. Menschen, die nach Schicksalsschlägen und Erfahrungen von Ausgrenzung Hilfe suchen für eine neue Lebensgestaltung

Offene Soziale Dienste

  1. Krisenintervention
  2. Beratung und Begleitung von Frauen
  3. Obdachlosenarbeit
  4. Sozialpädagogische Familienhilfe
  5. Arbeit mit Prostituierten
  6. Beratung und Begleitung von Schwangeren
  7. Begleitung von AIDS-Patienten
  8. Arbeit mit Flüchtlingen und Ausländern

Kinder- und Jugendhilfe

  1. Krisenintervention
  2. Schul- und Berufsausbildung
  3. Pflege- und Adoptionsvorbereitung

Alten- und Behindertenhilfe

  1. Altenheime / Altenpflegeheime
  2. Behinderten-Wohnheime

Pastoralarbeit

  1. Krankenhausseelsorge
  2. Gemeindepastoral
  3. Hospizarbeit und Trauerbegleitung

Schwesternstation

Katholische Gemeinde St. Martin
Lehmbrink 6
32825 Blomberg
Tel. 05235/ 2665
Internet: www.guterhirte.de

Bildergalerie

Vorschaubild: Ehemaliges Schwesternchor der Klosterkirche in Münster

Ehemaliges Schwesternchor der Klosterkirche in Münster

Vorschaubild: Schwester Maria vom Göttlichen Herzen, Gräfin Droste zu Vischering

Schwester Maria vom Göttlichen Herzen, Gräfin Droste zu Vischering

Vorschaubild: Schloß Darfeld in Münster

Schloß Darfeld in Münster

Vorschaubild: Kloster vom Guten Hirten in Ermesinde Porto

Kloster vom Guten Hirten in Ermesinde Porto

Schafe brauchen einen guten Hirten. Menschen manchmal auch... Besonders in schwierigen Lebenssituationen. Schwestern vom Guten Hirten bemühen sich weltweit, jungen Mädchen, Frauen und Familien in Not mit ihren Angeboten zu helfen.

Unser Mutterhaus in Angers

Das Mutterhaus in Angers ist die historische und geistige "Heimat" unserer Ordensgemeinschaft. Nach der Verlegung des Generalates nach Rom beherbergt Angers heute unter das "Geistliche Zentrum" für die Schwestern unserer Kongregation.
1829 begann Schwester Maria Euphrasia Pelletier, Gründerin unserer Gemeinschaft, mit dem Bau eines neuen Hauses in Angers. Mit fünf Schwestern baute sie eine verfallenen Kattun-Fabrik für die Zwecke der Ordensarbeit um. "Wir waren so arm, dass wir Mohrrüben aus dem Garten verkaufen mussten, um etwas Fleisch zu bekommen..." schrieb sie damals. Das Haus erhielt den Namen "Guter Hirte" und entwickelt sich innerhalb weniger Jahre zu einem Zentrum der Mädchenerziehung. 1835 wurde Angers der Sitz des Generalates des Ordens und beherbergte bald Schwestern und Novizinnen aus aller Welt.
Mit dem Ende der Erziehungsarbeit Mitte der 70 Jahre des 20. Jahrhunderts stand man vor der Frage, was mit dem riesigen Gebäudekomplex geschehen sollte. Nach zahlreichen Umbauten und dem Abriss älterer Gebäudeteile präsentiert sich Angers heute in neuer Form.

Schwester Maria Euphrasia Pelletier (1796-1868)

Schwester Maria Euphrasia wurde am 31. Juli 1796 als Rosa Virginia Pelletier auf der kleinen französischen Insel Noirmoutier (Vendée) geboren. Mit 14 Jahren kam sie in ein Mädchen-Pensionat in Tours. Hier lernte sie das Haus der Schwestern "Unserer Frau von der Liebe" kennen, eine Ordensgemeinschaft, die sich besonders um Mädchen und Frauen kümmerte, die durch die sozialen Verhältnisse der Zeit in Not geraten waren. 1814 trat Rosa Pelletier in den Orden ein und erhielt den Namen Maria von der heiligen Euphrasia. Die ersten Jahre ihres Ordenslebens waren dem Apostolat bei Mädchen und Frauen gewidmet. Mit 29 Jahren wurde sie zur Oberin ernannten. Unter ihrer Leitung nahmen das Leben und das Apostolat der Gemeinschaft neuen Aufschwung. Auf Bitten des zuständigen Ortsbischofs gründete Schwester Maria Euphrasia 1829 ein Haus in Angers. Mit fünf Schwestern begann sie ihre Arbeit in einer verfallenen Kattun-Fabrik und gab der neuen Niederlassung den Namen "Haus vom Guten Hirten". Junge Frauen aus ganz Europa fühlten sich von ihrem Charisma angezogen und traten in die Gemeinschaft ein.
In Angers erkannte Schwester Maria Euphrasia, daß die Häuser vom Guten Hirten nur durch enge Zusammenarbeit überleben würden. Sie erwog deshalb, die Häuser "Unserer Frau von der Liebe" unter einem Generalat zu vereinen und so das Nebeneinander in ein Miteinander zu verwandeln. Nach vielen Schwierigkeiten wurde 1835 das Generalat bestätigt. Die neue Kongregation erhielt den Namen "Unsere Frau von der Liebe des Guten Hirten von Angers".
Schwester Euphrasia wurde zur ersten Generaloberin gewählt. Ihr Wahlspruch lautete: "Unsere Liebe muß die ganze Welt umfassen."
Die Kongregation entwickelte sich in der Tat weltweit. 1838 entstand das erste Haus in Rom, es folgten Namur und Mons in Belgien, München (1840) und Aachen (1848) in Deutschland, London, Glasgow und Bristol in England und schließlich Louisville im amerikanischen Bundesstaat Kentucky. 1864 zählte die Kongregation acht Provinzen, 92 Häuser, 1868 Schwestern und 349 Novizinnen.
Weil Maria Euphrasia erlebte, daß menschliche Fähigkeiten und Anstrengungen allein nicht ausreichten, den durch ihre Lebensgeschichte verletzten Frauen und Mädchen Heilung zu bringen, gründete sie einen kontemplativen Zweig innerhalb der Gemeinschaft. Die kontemplativen Schwestern vom Guten Hirten unterstützen durch ihr Gebet und ihr zurückgezogenes Leben die Bemühungen der Schwestern, die im direkten Apostolat stehen.
Schwester Maria Euphrasia starb am 24. April 1868 in Angers und wurde am 2. Mai 1940 von Papst Pius XII. heilig gesprochen. Sie liebte in jedem Menschen das Abbild Gottes und gab ihren Schwestern ein Beispiel, Verständnis aufzubringen für menschliche Schwachheit, wie Jesus es tat. Die Eucharistie war die Quelle ihres inneren Lebens und ihrer Kraft. Ihr großes Verlangen, an Christi Erlösungswerk mitzuwirken, erfüllte sich in ihrer Liebe zum Kreuz und in ihrem Eifer für die Rettung der Menschen.

Schwester Droste zu Vischering (1863-1899)

Schwester Droste zu Vischering

Schwester Droste zu Vischering

Maria Droste zu Vischering wurde am 8. Septem-ber 1863 im Erbdrostenhof zu Münster geboren. Ihre Jugend verbrachte sie auf Schloß Darfeld. Nach Internatsjahren in Riedenburg am Bodensee trat sie 1888 in das Kloster der Schwestern vom Guten Hirten ein. Sie erhielt den Ordensnamen Schwester Maria vom Göttlichen Herzen. Bei ihrer Arbeit im Mädchenheim des Hauses lernte sie die Schattenseiten der rasanten Industrialisierung im gerade gegründeten Deutschen Reich kennen: Tausende von jungen Mädchen und Frauen wurden in die Armut, in die Prostitution gedrängt. Die Schwestern vom Guten Hirten gehörten zu den wenigen, die sich um ihr Schicksal kümmerten.
Schwester Maria Droste zu Vischering übernahm 1891 nach der Ewigen Profeß die Leitung einer Klasse (Wohngruppe) von jungen Mädchen. Sie notiert in ihren Erinnerungen: "Einzig dem Herzen Jesu schreibe ich den guten Erfolg zu, den ich bei meinem Verkehr mit den Büßerinnen gehabt habe. Oftmals, wenn ein Fall verzweifelt schien, ebnete ER alle Schwierigkeiten."
1894 wurde Schwester Maria zur Oberin des Klosters vom Guten Hirten in Porto (Portugal) berufen. Das Haus vom Guten Hirten in Porto beherbergte über 100 junge Mädchen, die meisten aus armen Familien, aufgelesen auf der Straße, beim Diebstahl ertappt oder bei der Prostitution. Schwester Maria weiß ihre Herkunft aus einer angesehenen westfälischen Adelsfamilie zu nutzen. Sie rückt Bürokraten und Amtsstubenleitern auf die Pelle, schreibt Bettelbriefe an reiche Fabrikbesitzer, sucht persönlich nach Lehrstellen, nach Pflegefamilien, redet Priestern und Bischöfen ins Gewissen.
Was die Mädchen brauchen, die sich in der Obhut der Schwestern befinden, ist nicht nur materielle Hilfe. Die seelischen Verletzungen und Verwundungen sind es, die ebenso der Heilung bedürfen. Den ganzen Menschen heilen, ihm seine Würde, seine Einzigartigkeit bewußt machen, darum bemühen sich die Schwestern vom Guten Hirten - damals wie heute.
Maria Droste zu Vischering war ein Mensch, der Herzen aufschließen konnte. Die Mädchen hatten tiefes Vertrauen zu ihr - in hellen wie in dunklen Stunden. Krankheit und Tod waren häufige Gäste im Kloster zu Porto. Viele Mädchen, die der Obhut der Schwester übergeben wurden, kamen mit Tuberkulose und Geschlechtskrankheiten oder waren ganz einfach unterernährt. Schwester Maria selbst litt unter einer schweren Rückenmarkserkrankung, die sie an Krücken zwang. Doch die Schmerzen zählten für sie nicht, wenn es um das Wohl der ihr anvertrauten Mädchen ging.
Schwester Maria starb am 8. Juni 1899 im Alter 35 von Jahren. Am 1. November 1975 wurde sie von Papst Paul VI. in Rom seliggesprochen. Sie fand ihre letzte Ruhestätte in der neuerrichteten Kirche des Klosters der Schwestern vom Guten Hirten in Ermesinde/ Porto.

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