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Evangelisch reformierte Kirchengemeinde Bad Meinberg

Geburtsvorbereitung
montags um 19.30 Uhr

Gymnastik nach der Geburt*
montags um 18.15 Uhr

* diese Veranstaltungen werden von der
Ev. Familienbildungsstätte Detmold in unserem Gemeindehaus durchgeführt ursula_schmolke

Tel. 05231/976-6830

Aus unserem Gemeindebrief vom Juni 2006:

Ursula Schmolke

Manchmal mache ich mich ein wenig bange vor der Aufgabe, über jemanden im Gemeindebrief zu berichten, ohne seine private Grenze zu überschreiten. Aber ganz oft helfen mir diese Menschen durch ihre freundliche Offenheit und ihre Bereitschaft, aus ihrem Leben zu erzählen. Nach dem Gespräch bin ich voller Dankbarkeit und Freude, wie viele sich auf dem Platz, auf dem sie stehen, Gedanken machen und sich bemühen, die Welt ein bisschen positiv zu verändern.

So ist auch Frau Ursula Schmolke mit gutem Willen und vollem Elan dabei. Sie ist hier in Bad Meinberg mit drei Brüdern aufgewachsen und hat ihre Schullaufbahn im Grabbegymnasium in Detmold mit dem Abitur beendet. Schon früh hat sie ihrer Kreativität auf dem Kunstzweig Raum gegeben und bald gewusst, dass es entweder die eine Richtung mit dem Berufsziel Restauratorin gibt oder die ganz andere mit dem Wunsch Hebamme zu werden. Die dreijährige Ausbildung zur Hebamme war in Marburg/Lahn. Vorher hatte sie das Praktikum im Kreiskrankenhaus in Detmold gemacht und nach dem Abschlussexamen eine Stelle bekommen und dort gearbeitet, bis sich ihr erstes Kind anmeldete. Ihre Kreativität lebt sie, so gut es geht in ihrer Familie aus. Ihr Mann hilft ihr, ihre Ideen bei der Gestaltung des großen Gartens in die Tat umzusetzen. Sie liest gerne, hört Hörbücher und liebt Musik. Die drei Töchter –Lea, 18 Jahre, Sarah, 15 Jahre und Rebekka, 11 Jahre alt- gehen noch zur Waldorfschule und spielen alle ein Instrument, Cello, Querflöte und Klavier.

Erst nach der Kinderpause hat sich Frau Schmolke vor sechs Jahren entschlossen, wieder in ihren alten Beruf zurück zu gehen und als freiberufliche Hebamme zu arbeiten. Dazu musste sie mehrere Fortbildungskurse besuchen, zuerst Säuglingspflege, dann Rückbildung nach der Geburt zur Stärkung der durch die Schwangerschaft und Geburt geschwächten Muskulatur, Baby- und Kindermassage. Jetzt gibt sie selber Kurse für werdende Eltern im Gemeindehaus. Bei einem Kurs zur Geburtsvorbereitung für Frauen und Paare sind drei Abende alleine für die Männer angesetzt. Seit sechs Jahren besucht und betreut sie die Familien mit ihren neugeborenen Babys und macht die Nachsorge. Frau Schmolke macht sich dazu viele Gedanken. Zum Beispiel hat früher die Großfamilie viele Aufgaben übernommen und geholfen, heute gibt es die Kleinfamilien, in der die jungen Mütter mit manchem alleine und damit überlastet sind. Auch denkt sie, dass Erwachsene ihren Lebensplan haben, sich auch für ein Kind entscheiden, aber das Kind soll diesen Plan nicht stören, soll funktionieren, schnell selbstständig und erwachsen werden. Die Kinder haben dann oft zu wenig Raum und Zeit zum Spielen und bekommen zu viel angeboten. Ganz traurig wird sie, wenn sie eine Familie besucht, bei der die Wiege direkt neben dem Fernseher steht. Frau Schmolke möchte den Eltern Denkanstöße geben, Tipps für einen ruhigen Tagesrhythmus, für gesunde Ernährung und Kleidung, möchte, dass sie ihren Kindern Schutz und Behütetsein geben. Sie kann die junge Familie ein wenig mit ihren Erfahrungen in der Kinesiologie, Bachblütentherapie und Homöopathie beraten und freut sich mit ihnen über Erfolge dieser „sanften“ Therapie. „Die Familien sollen es doch gut haben“, sagt sie zum Schluss, und man spürt dabei ihren Ernst und ihre Bereitwilligkeit den Weg dorthin zu bereiten und ihre Freude, wenn die Familie auf diesem guten Weg ist.